Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut.
Recht auf unbegrenzten Individualismus versus Recht zur simplen, aber wohl effektiven Gegenreaktion, aus der Sicht des Unholds Klaus Kinski …
Unschwer sich auszumalen, auf welche Seite die Waage bei ihm ausgeschlagen hat …

Fragt sich allerdings, welche Einstellung er gehabt hätte, wenn er öfters auf Leute mit demselben Prinzip getroffen wäre ….
(Originaleintrag vom 12. Juni 2006);
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Dann erregt er sich plötzlich, die Welt besteht aus “Fuck”, aus “frigiden Nutten”, und höhnisch zieht er über eine Sekretärin der Bild-Zeitung her.
“… Und diese Zicke fragt, ob ich nicht ein paar Fotos hätte, wie hat sie sich ausgedrückt? ,Ich wünsche’, ha, ,ich w-ü-n-sch-e’, da habe ich gesagt: ,Fuck you ..!’”
Kinski spuckt die Worte aus, seine Zähne stehen ein wenig nach vorne, als ob das ständige Ausspucken von “Fuck you” sie ihm verbogen hätte.
“… Ich habe dann zum Chefredakteur von ,Bild’ gesagt: ,Was ist denn das für eine Nutte?’ Und der hat gleich geantwortet: ,Natürlich, Herr Kinski, selbstverständlich, Herr Kinski…,’”
Klaus Kinski; in “Ein Schwanz packt aus”, TEMPO, Mai 1991; seine Stellung in der allgemeinen Hierarchie mal wieder absolut treffend einschätzend …

(Originaleintrag vom 21. Juni 2006);
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In einer Reihe der abgedrehten Genies darf ER natürlich nicht fehlen …
]]>Kinski hat Redezeit, allerdings ohne ein Interview zu geben. Er schimpft auf die Presse: “… Nichts gegen Sie persönlich, aber heutzutage kann sich ja jeder Journalist nennen. Ha, von nichts eine Ahnung, alles Hochstapler…”
Mir schwirrt der Kopf, und ich stelle eine dämliche Frage: “Sind Sie ein Hochstapler?”
“… Das ist typisch. Was für eine dämliche Frage! Gibt es Schulen, wo man lernt, so doofe Fragen zu stellen?” “Ich wollte nur auch einmal eine Frage stellen…”
“Ja, hahaha, da war mal eine Journalistin, die hat mir gesagt: ,Herr Kinski, bei Ihnen kommt man ja gar nicht zu Wort.’ Aber ich rede das, was ich will, und damit basta. Und wem das nicht paßt, fuck ‘em. Es ist ja so traurig, “Paris Match wollte mal eine große Story mit mir machen, habe ich abgelehnt. Warum? Weil! es! mich! nicht! interessiert!”
Über Klaus Kinski, aus dem TEMPO-Artikel “Ein Schwanz packt aus” (Ausgabe Mai 1991), von dem eigentlich jeder einzelne Satz zitatewürdig ist …

Bin ICH ein Hochstapler ..?
(Originaleintrag vom 29. Juli 2006);
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Bin ich ein Hochstapler ..?!
Eine Frage, die ich mir in letzter Zeit öfters stelle …
Weil ich den Klienten ständig irgendwas vormachen muss, vorgeben, ich sei ein erfahrener Anwalt oder hätte von einem Rechtsgebiet, in das ich zehn Minuten vor der Besprechung erstmals reingeguckt habe, wirklich Ahnung …
Manchmal verwende ich, wie mir scheint, mehr Energie ins Vorgaukeln denn in die effektive Falllösung …
Aber ich bin doch ziemlich gut im Vorgaukeln, Eindruck-Schinden, Kompetent-Wirken …
Die Mandanten mögen mich, sind zufrieden, bezahlen ihre Rechnungen …
Kraft meines Charismas, meines Charmes, meiner Rhetorik und meines Einfühlungsvermögens …
Ich sollte da wirklich mehr draus machen … mehr als das …
Bin ich ein Hochstapler, der geborene gar ..?
Ein Aufschneider, ein Scharlatan, Windbeutel, (Nepper, Schlepper, …) Bauernfänger, Schaumschläger, Schwätzer ..?!
Verkaufe ich letzten Endes keine Qualität, sondern heisse Luft, hiervon aber jede Menge ..?!
Verwende ich meine Hochsprache dafür, um von den fehlenden Inhalten abzulenken ..?!
(“Sensationell” nannte ein Mandant neulich meine Eingabe, für dich ich aber nix anderes gemacht habe, als sein, eher weniger glaubwürdiges, Geschwätz in etwas schönere Worte zu fassen …)
Viel Wind und nix dahinter ..?!

Hat D., der Hinterwäldler und -bänkler, D., der geborene Tiefstapler (mit einer Substanzmenge hinter der Fassade, die mit dem Vorgestapelten allerdings absolut auf Augenhöhe liegt …), mit seinen gebetsmühlenartig herunter geleierten Vorhalten vielleicht doch recht ..?!
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Meist sind es erstaunlich häßliche Frauen, mit Damenbärten, knochigen Hüften, Hämorrhoiden, Hängetitten, extremer Schambehaarung oder stechend riechend.
Aus TEMPO, Mai 1991, “Ein Schwanz packt aus”; über Klaus Kinski und seine in der Autobiografie ausgiebig, mit Freude am unappetitlichen Detail, beschriebenen Frauen …
Kein Wunder, dass er auf eine ungeahnte Zahl an Gespielinnen gekommen sein soll … wenn man sich ständig an der untersten Schublade vergreift …

Jetzt kann ich mich auch mal outen.
Dieses schäbige kleine Zitat ist nämlich mein allerliebstes, wahrscheinlich sogar der Grund, weshalb ich diesen ganzen Zitatewahnsinn überhaupt begonnen habe. Nur um irgendwann mal, anlässlich eines besonderen Anlasses, dieses Zitat bringen zu können. Eigentlich vorgesehen für jenen Moment, in dem ich realisiert gehabt hätte, dass die Leserzahl nun definitiv markant angestiegen ist, um es dann der halben globalen Blogosphäre zu präsentieren. Da es einen solchen Moment bislang aber nicht gegeben hat, tuts auch der Neuanfang mit neuem Blog …
Die dem Zitat eigenen Formulierungen sind jedenfalls grandios, vor allem das Ende …
… “Stechend riechend”, zweimal ein scharfes “ch” in kurzer Abfolge, da hat man den beissenden Geruch von Kinskis Weibern doch förmlich selber in der Nase ..!
Ihre breiten Hüften und wuchtigen Schenkel stehen zu ihrem schmächtigen Oberkörper in so unglaubwürdigem Gegensatz, als hätte die Natur aus einer Laune heraus den Oberkörper und Unterleib zwei verschiedener Menschen zusammengesetzt. Dazu sind ihre Schenkel bis hoch zu den Hüften behaart.
Das macht aus ihr einen weiblichen Satyr. Ich ficke sie nur im Stehen, um diese seltene Schöpfung beim Orgasmus vor Augen zu haben.
Ausschnitte wie dieser aus Kinskis Autobiografie “Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund” sind im Übrigen für die zitierte Beobachtung ursächlich …
Was bist du nur für ein “Grüsel” …
Schnauze, du Hund ..!
Verkriech dich mal lieber wieder hinter deinen Busch, pardon, meine (Depri-)Wolke …