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	<title>staerkstes-blog.ch &#187; Classics</title>
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		<title>Boulevard Of Broken Dreams ..?! ( Classics )</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 07:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
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		<description><![CDATA[. . . . Mich hat der Boulevard immer mehr gereizt als die gehobenen Spielstätten. Wir Schauspieler hatten in Berlin eine Stammkneipe: den «Diener». In der einen Ecke sassen wir Schauspielkünstler vom Schiller-Theater. In der anderen zechten Harald Juhnke und Konsorten. Ich habe immer sehnsüchtig zum Boulevard hinübergeschielt. Die Damen dort hatten nicht nur das [...]]]></description>
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<blockquote>Mich hat der Boulevard immer mehr gereizt als die gehobenen Spielstätten. Wir Schauspieler hatten in Berlin eine Stammkneipe: den «Diener». In der einen Ecke sassen wir Schauspielkünstler vom Schiller-Theater. In der anderen zechten Harald Juhnke und Konsorten. Ich habe immer sehnsüchtig zum Boulevard hinübergeschielt. Die Damen dort hatten nicht nur das tiefere Décolleté. Die haben auch immer gelacht, während wir mit Bittermiene versuchten, die Welt zu verbessern.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Hat der <em><strong>Hugo-Egon Balder</strong></em> mal gesagt; fragt sich allerdings, ob seine Tutti-Frutti-Früchtchen, mit denen er TV-Geschichte der zweifelhafteren Sorte schrieb, tatsächlich die Art von &#8220;Boulevard&#8221; waren, wie er ihn sich erhofft hatte &#8230; andererseits ist er ja noch immer im Geschäft, und das nicht mal schlecht &#8230;</p>
<p>Die Kneipen-Szenerie erinnert mich an einen sympathischen Jurastudenten, der in den 1990ern etwas verloren im Pausenraum der Juristischen Fakultät der Uni Basel herumhockte, inmitten einer Armada konservativ gewandeter Typen, die schon in jungen Jahren aussahen wie ihre eigenen Väter und über Rechtsprobleme und Aktienkurse debattierten, während er die Zeitungen nach Klatsch oder Filmkritiken oder sowas durchblätterte, meist vergeblich, vielleicht mal einen Sportbericht las, jedenfalls, sich dabei immer wieder fragte, was er hier eigentlich verloren hat, und dabei auch gelegentlich schielte, ja, eigentlich schielt er noch immer, hinüber, zu &#8230;</p>
<p>&#8230; ja, hinüber zu was eigentlich ..?<br />
Wo ist er denn, <em>was</em> ist er denn, <em>mein</em> &#8220;Boulevard&#8221; ..?!</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/hollywood_boulevard_los_angeles.jpg" alt="Boulevard Broken Dreams" /></p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 10. Oktober 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
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		<title>Altdandy-Erotik oder: Wie der Pleitegeier die Lust brachte &#8230; ( Classics )</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 07:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
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		<description><![CDATA[. . . . Vom Wecker aufgewacht um sechs Uhr, war ich gelähmt vor Depression. Konnte nicht aufstehen, wollte nur liegenbleiben, wollte weiterschlafen, aber auch das ging nicht. Ich dachte an den Zahlungsbefehl, an die in der Arbeitswohnung ungeöffnet liegenden unterdessen bestimmt fünfzig Briefe, unter denen die Hälfte Rechnungen sein dürften, bekam einen Riesenschub Existenzangst, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
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<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Vom Wecker aufgewacht um sechs Uhr, war ich gelähmt vor Depression. Konnte nicht aufstehen, wollte nur liegenbleiben, wollte weiterschlafen, aber auch das ging nicht. Ich dachte an den Zahlungsbefehl, an die in der Arbeitswohnung ungeöffnet liegenden unterdessen bestimmt fünfzig Briefe, unter denen die Hälfte Rechnungen sein dürften, bekam einen Riesenschub Existenzangst, dachte an weitere Zahlungsbefehle, die kommen werden – und wurde vor lauter Panik sexuell erregt. Es scheint so etwas zu geben wie Geilheit aus Not: als würde eine bedrohte Art damit reagieren wollen, nun ganz besonders viel und heftig zu vögeln. Als ich das ‚Problem’ ‚gelöst’ hatte, war die Depression wieder da.&#8221;</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p><em><strong>Alban Nikolai Herbst</strong></em>, 52, die schriftstellernde Albino-Variante von Theo Waigel; aus seinem Online-Tagebuch &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/Copyright-by-SAN.jpg" alt="Alban Nikolai Herbst" /></p>
<p>Dem Irrwahn erlegen, er werde an &#8220;Universitäten gelehrt&#8221;, von &#8220;Bibliotheken hochfrequentiert&#8221;, tatsächlich irrlichternd zwischen einem Auswurf, schreibend, dichtend, essayierend, skizzierend, fingerübend, aussortierend, <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/"><em><FONT COLOR="#00008b">bloggend</FONT></em></a>, der für Goethes Lebenswerk gleich zweimal gereicht hätte, und den doch niemand liest geschweige denn käuflich erwirbt, und, hieraus folgend, dem täglichen Kampf ums nackte Überleben, hat ihn die existenzielle Bedrohung an einer Stelle sogar soweit getrieben, bei Ebay eine Figur aus einem künftigen Roman zu versteigern, womit er, zugegeben, immerhin ein paar Euro mehr verdient hat als ich mit meiner glorreichen <a href="http://staerkstes-blog.ch/?p=230"><em><FONT COLOR="#00008b">Schreibrechtsaktion</FONT></em></a> &#8230;</p>
<p>Nachdem ich etwa die Zeitspanne eines Jahres von seinem Internettagebuch überflogen habe, so kann ich, auch angesichts des von ihm freundlicherweise zur Verfügung gestellten Bildmaterials, konstatieren, dass die Radikalität seiner virtuell gleichermassen abgebildeten und reflektierten Zwangsrealität ohne weiteres in die Schranken verwiesen wird von der jenseits aller Kompromisse schwebenden Unerbittlichkeit seiner <em>Socken</em>wahl &#8230;</p>
<p>Was das Zitat betrifft, so mag man ob der ästhetischen Wertigkeit einer solch unverfroren aufgezwungenen Altdandy-Erotik geteilter Meinung sein, doch waren es letztlich Ausschnitte wie dieser, welche mir, rosinengleich, den selbst als Kleinsthäppchen genossen kaum ertragbaren Restgugelhopf äusserster Geschmacksbitterkeit, ein wenig nur zu versüssen vermochten &#8230;</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 17. Januar 2007)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
<p>Ich hab ihn seinerzeit per Mail auf meine &#8220;Lobhudelei&#8221; aufmerksam gemacht; sogleich reagierte er mit einem Absatz in seinem neuesten Blogeintrag &#8230;</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Und auf einen komisch frozzelnden Artikel wies mich in einer heute morgen empfangenen Mail sein Autor hin. Meine Socken, über die dem Mann Kenntnis sehr angelegen zu sein scheint, spielen darin eine Rolle, und mit Theo Waigel hat mich a u c h noch keiner vorher verglichen; ebenso ist das mit dem Albino hübsch. Man scheint mir tief in die Augen geschaut zu haben, nachdem man das gleiche mit dem Glas getan &#8211; mit sehr viel m e h r e r e n Gläsern, nehm ich mal an. >>>> Machen Sie sich einfach Ihr eigenes Bild. [Link zu meinem Beitrag]</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>&#8220;<em>Frotzeln</em>&#8221; schreibt man mit &#8216;tz&#8217;, ansonsten geht diese wohlwollend-zurückhaltende Reaktion für mich in Ordnung &#8230;</p>
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		<title>Es hat der King gesprochen &#8230; für immer! ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=458</link>
		<comments>http://staerkstes-blog.ch/?p=458#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 13:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgisches]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgemässes]]></category>

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		<description><![CDATA[. . . Ich hatte schon immer die Einstellung, dass es egal ist, ob es von einem Briefträger oder jemandem, der den Boden kehrt, kommt. Ein großartiger Song ist ein großartiger Song. Die tollsten Ideen kommen von ganz normalen Leuten, die einfach nur sagen &#8220;Warum probierst du nicht das hier mal aus? Oder jenes hier.&#8221; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
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<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Ich hatte schon immer die Einstellung, dass es egal ist, ob es von einem Briefträger oder jemandem, der den Boden kehrt, kommt. Ein großartiger Song ist ein großartiger Song.<br />
Die tollsten Ideen kommen von ganz normalen Leuten, die einfach nur sagen &#8220;Warum probierst du nicht das hier mal aus? Oder jenes hier.&#8221; Es ist eine tolle Idee, also probiert man sie aus.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/_1michael_jackson_smooth_criminal_obi.jpg" alt="Michael Jackson Smooth Criminal" /></p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 27. November 2007)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
<p>Aus aktuellem Anlass.</p>
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		<title>Kinski&#8217;s Law &#8230; ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=438</link>
		<comments>http://staerkstes-blog.ch/?p=438#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Kinski]]></category>
		<category><![CDATA[Weises]]></category>

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		<description><![CDATA[. . . Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. Recht auf unbegrenzten Individualismus versus Recht zur simplen, aber wohl effektiven Gegenreaktion, aus der Sicht des Unholds Klaus Kinski]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
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<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Recht auf unbegrenzten Individualismus versus Recht zur simplen, aber wohl effektiven Gegenreaktion, aus der Sicht des Unholds <em><strong>Klaus Kinski</strong</em> &#8230;<br />
Unschwer sich auszumalen, auf welche Seite die Waage bei ihm ausgeschlagen hat &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/klaus_kinski.jpg" alt="Klaus Kinski" /></p>
<p>Fragt sich allerdings, welche Einstellung er gehabt hätte, wenn er öfters auf Leute mit demselben Prinzip getroffen wäre &#8230;.</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 12. Juni 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte &#8230; ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=343</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 21:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Fieses]]></category>
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		<description><![CDATA[. . . zu den obligaten familienbesuchen. (&#8230;) den ätzenden gesprächen mit verwandten, die man eigentlich nicht leiden kann, die man kaum sieht, die sich, wenn man sie sieht, in zeug einmischen, das sie nix angeht. man kennt das ja. am ende ist der große familienkrach da, der bis zum nächsten weihnachtsfest dauert, dann ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
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<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>zu den obligaten familienbesuchen. (&#8230;) den ätzenden gesprächen mit verwandten, die man eigentlich nicht leiden kann, die man kaum sieht, die sich, wenn man sie sieht, in zeug einmischen, das sie nix angeht. man kennt das ja. am ende ist der große familienkrach da, der bis zum nächsten weihnachtsfest dauert, dann ist man wieder versöhnlich gestimmt, ist ja weihnachten, und versuchts noch mal, der kreis schließt sich.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p><a href="http://www.bronte.tv/serendipity/index.php?/archives/933-family-day.html"><em><FONT COLOR="#00008b">Woanders</FONT></em></a> aufgeschnappt;</p>
<p>Scheint fast, als kenne hier jemand meine Kleinfamilie, bestehend aus meiner Oma, meiner Mutter und mir. Zwar sehen wir uns das ganze Jahr hindurch, im Dreierpack, als Miniaturmischpoke, mit dem zum Scheitern verurteilten Bemühen, sich gegenseitig nicht auf die Füsse zu treten, gibts uns regelmässig aber nur zu Weihnachten &#8230;<br />
Der Ablauf eines Familienabends ist dabei meist derselbe; in Watte packen, erste Gewitterwolken, Donner, Blitz, und Hagel, dann vorzeitiger Abbruch des Trauerspiels zufolge eines Wetterinfernos apokalyptischen Ausmasses. Meine Mutter, zerfressen von diversen nicht aufgearbeiteten Traumata, die Beziehung zu Vater und Schwester betreffend, meine Oma, stets loyal zu ihrem patriarchalischen Gatten, als dessen Überbleibsel nunmehr hilfloses Zielobjekt für den töchterlichen Pfeilregen, ich, dazwischen, unentschlossen, zwar natürlich auf Omas Seite, und doch im Bestreben, den Tanz der Dämonen meiner Mutter, deren Existenz ich nachzuvollziehen in der Lage bin, nicht vollends zu entfachen &#8230;<br />
Irrenhaus &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/6bnk0019.jpg" alt="Weihnachtsgeschichte" /></p>
<p>In diesem Jahr nun hat die Mutter beschlossen, es sei der gemeinsame Weihnachtsabend auswärts zu verbringen, weil sie sich die heimischen Essensvorbereitungen ersparen wollte, deren Aufwand in eindeutigem Missverhältnis zum desaströsen Ausgang der Abende zu stehen pflegt. Meinetwegen hätte man auf die Alibiveranstaltung auch ganz verzichten können, doch hätte dies aufgrund ihrer Paranoia &#8211; man kann sich zwar 364 Tage im Jahr auf die Nerven gehen, aber an Weihnachten gehört die Familie zusammen! &#8211; doch wieder nur zu einem Aufschrei geführt, dessen volle Breitseite die Oma abgekriegt hätte &#8230;<br />
Na, dann &#8230;</p>
<p><em>&#8220;Die schlichte Feier beginnt mit einem feinen Nachtessen. Eine Weihnachtsgeschichte, Singen und Musizieren runden das Zusammensein ab.<br />
Herzlich willkommen sind junge, mittelalterliche und ältere Menschen (&#8230;) alle, die sich angesprochen fühlen und den Weihnachtsabend im Kreise einer grossen Familie verbringen möchten.<br />
Wir erwarten Sie um 19 Uhr im katholischen Pfarreizentrum &#8230;&#8221;</em></p>
<p>Na, danke &#8230;.<br />
Also, Heiligabend, halb Sieben, raus aus dem Haus, wir wohnen zwar praktisch gleich um die Ecke und sind motorisiert, aber Mutter will ja auf keinen Fall zu spät kommen, in der Öffentlichkeit toben oder weinen, klar!, wenns denn sein muss, aber zu spät kommen, niemals!, und rein in die Höhle der zahnlosen Löwen.<br />
Wir sind, natürlich, wie immer, wenns nach dem Kopfe meiner Mutter geht, so ziemlich die Ersten. Begrüssen der anderen Frühzeitigen, zwei alte Jungfern, unbehagliche Atmosphäre, man kennt sich schliesslich nicht und will auch nicht wirklich was voneinander wissen. Dann trudelt nach und nach der Rest der betagten Gästeschar ein, insgesamt etwa 30 Alterswarzen, Generation 70 plus, weisses Haar, Brillengestelle, Blümchenkleider, Perlenketten. Ein eindeutiger Frauenüberschuss, nur nützt der hier keinem. Der Mann, der durch den Abend führen wird, eine Art Animateur für die Zielgruppe Ü70, stellt sich bei allen einzeln vor, er ist sympathisch, bebrillt, von liebenswerter Trotteligkeit und trägt eine Krawatte mit Comic-Nikoläusen. Ob Pfarrer, oder nicht, habe ich auch nach dem Besuch der Homepage des Vereins nicht verstanden, ist aber natürlich auch wurscht. Irgendwo, wohl in der Küche, soll ein weiterer Mitarbeiter rumwuseln, den der Hausfreund meiner Mutter, ihr Nachbar, das wandelnde, oder wohl eher tippelnde Schwulenklischee, mal, wie sie erzählt, zum Essen eingeladen haben will, als wählerisch gilt er ja nicht. Plötzlich muss ich an meinen Kinderarzt denken, der, wenn er mich im Hüftbereich untersuchte, die etwas angespannte Situation stets mit dem Spruch <em>&#8220;Keine Sorge, ich hab schon zu Mittag gegessen &#8230;&#8221;</em> aufzulockern versuchte. Woher will ich eigentlich wissen, dass er in jenen Momenten nicht dennoch Appetit verspürte ..?!<br />
Unsinn!, weg damit!</p>
<p>Wir setzen uns. Mir gegenüber wird eine sympathische Greisin hingepflanzt, die alleine gekommen ist, weil ihr Mann im Krankenhaus liegt. Sie ist fast schwerhörig, ich tue mein Bestes. Neben ihr sitzt eine Alte, die wirkt, als sie habe sie keinen Plan davon, was hier abläuft geschweige denn, auf welchem Planeten sie sich befindet. Sie fährt mit der Hand immer wieder über etwas leblos Pelziges auf ihrem Schoss. Bevor ich meine, sie habe einen ausgestopften Tierkadaver, etwa ihren Ex-Fiffi, mitgebracht, erkenne ich einen ziemlich eigentümlich aussehenden Schal &#8230;<br />
Ich gucke mich um, wirklich niemand aus meiner Altersklasse hier ..?! Mein Blick wird doch noch fündig; weiblich, um die dreissig, dick, aber immerhin. Später stellt sich heraus, dass es sich um die Sekretärin des Animateurs handelt, was die Veranstaltung für sie zu einer Art Betriebsfeier macht. Und ich bin doch der einzige Depp ..!<br />
Das Essen beginnt, mehrere Gänge, dazwischen immer wieder, das Versprechen wird wahr gemacht!, Singen und Geschichten Vorgelesen bekommen. Der Animateur setzt an, will von &#8220;Wünschen&#8221; während der &#8220;Adventszeit&#8221; berichten, seine holprige Erzählweise lässt meine Gedanken nach wenigen Sätzen abschweifen. Später gibts die Geschichte des &#8220;Räubers Horrificus&#8221; aufgedrückt, des &#8220;furchtbarsten Räubers in der ganzen Wüste&#8221;, und seiner Begegnung mit der Jungfrau Maria samt Kinde. Wenn er den Schurken spricht, senkt der Animateur seine Stimme, allerdings nur zu Beginn, dann scheinen Konzentration und/oder Stimmvermögen zu schwinden und der Rest wird in sonor gleichbleibendem Tonfall vorgebetet, weshalb ich auch hier nicht weiss, wie das Ganze ausgeht &#8230;</p>
<p>Nächster Gang, das Essen wird immer besser!, eine sehr junge, ziemlich attraktive Frau streckt mir Teller und ihren Ausschnitt entgegen. Ich bin überrumpelt ob dieses unverhofften Ästhetikschocks inmitten eines Meeres der Verwitterung, will protestieren, da entschwindet sie, freiwillige Helferin, auch schon wieder in die Küche. Der nächsten Bedienung, die vorbei kommt, zum Glück für meine Rekonvaleszenz im sich heute hier gehörenden Alter, biete ich sogleich an, in der Küche mit anzupacken, doch mir wird nur gedankt und man werde, bei Bedarf, auf mich &#8220;zurück kommen&#8221; &#8230;<br />
<em>&#8220;Wollen wir jetzt &#8216;Oh, du Fröhliche&#8217; singen ..?&#8217;</em> fragt der Animateur in die zunehmend heitere Runde.<br />
Nein, wirklich nicht!<br />
Keine Widerrede. Was nun?! Ich mag nicht singen, höchstens ausnahmsweise mal genauer auf den Text achten, bin ja jetzt selber Schriftsteller, doch wird das vielleicht als Beleidigung aufgefasst, die Gesangsbeteiligung möglicherweise als Anerkennung, als Applaus für die heutigen Annehmlichkeiten verstanden, und Undankbarkeit ist mir, trotz des allgegenwärtigen Kukident-Terrors, fern &#8230; Feige halte ich mir das Blatt mit den Texten der an diesem Abend zu absolvierenden Lieder, etwa zehn an der Zahl, vors Gesicht, bedecke mich, verstecke mich vor potentiellen Kritikerblicken. Plötzlich steht der Kellner, ungefähr in meinem Alter, mit einer Frisur wie Atze Schröder nach&#8217;m Wolkenbruch und von jener Art sektiererischer Ruhe, die mir stets etwas Unbehagen bereitet, hinter mir, verharrt eine Weile und zeigt mir dann, wo im Text wir uns grade befinden. Ich bedanke mich artig und weiss bis heute nicht, ob ers ernst meinte &#8230;<br />
Zwischendurch gibts auch immer wieder was auf dem Klavier vorgespielt, die Solistin, ein weisshaariger Pudel von sympathischer Zurückhaltung, erhebt sich für ihre Einsätze von der Tafel und gibt, bevor sie sich ans Klavier setzt, einige Sätze über Werk oder Komponist zum Besten, dabei stets leicht nach vorne gebeugt, als wolle sie sich schon vorab beim Publikum für die nachfolgende Belästigung entschuldigen. Ich muss unverweigerlich an &#8220;Herrn Weber&#8221; aus &#8220;Ödipussi&#8221; denken, den Hausfreund von Loriots Mutter mit schütterer Beethoven-Frisur, der mit dem alten Drachen &#8220;musiziert&#8221;, die Hemden ihres Sohnes bügelt und vor seinen Klaviereinlagen das höchst interessierte Publikum mit nicht ganz kurzen Vorträgen über das zu erwartende Liedgut beglückt &#8230;</p>
<p>Endspurt. Dessert, wiederum köstlich, Kompliment an dieser Stelle für den Koch!, bald darauf lichten sich auch schon die Reihen vergleichbar den anwesenden Haarschöpfen, man muss ins Bett, ich nur hier weg, ich verabschiede mich, lauthals, von meiner Tischnachbarin. Später wirft meine Mutter der Oma noch vor, diese habe Frau Soundso, die meine Mutter doch immerhin kenne, nicht &#8220;wirklich freundlich&#8221; gegrüsst, was für ein Schwachsinn!, und es gibt zwischen den beiden einen kurzen Disput darüber, wie viel Geld in das vorwurfsvoll unübersehbar am Eingang platzierte Säckel zur dankbaren Unterstützung des eigentlich kostenlosen, mit meiner Kirchensteuer finanzierten Abends gelegt werden soll, dann endet das Abenteuer, welches diesmal erstaunlich unspektakulär über die Bühne gegangen ist. In die Küche wurde ich bis zuletzt nicht beordert. Fragt sich, wer mehr an mir verpasste; der Bekannte des Hausfreundes meiner Mutter oder die junge Bedienung &#8230;<br />
Meine Oma und ich besuchen noch, wenn wir schon mal hier sind, die gleich nebenan stattfindende Mitternachtsmesse, die wir allerdings nicht bis zum Ende durchhalten, als einzige Besucher der rammelvollen Kirche, wies scheint. Vorwurfsvolle Aura einer tumb stummen Publikumsmasse zum Trotz verschwinden wir nach etwa einer Stunde aus dem Hintereingang, zu dem wir uns anlässlich des allgemeinen Gewühls bei der Hostieverteilung hingeschlichen haben, und ab!</p>
<p>Den nächsten Familienkrach, aus den altbekannten Gründen, gabs vor wenigen Tagen.<br />
Weihnachten mal aussen vor gelassen.<br />
Das Fest der Liebe &#8230;</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 30. Dezember 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
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		</item>
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		<title>Ich, Kummerkastenonkel &#8230; ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=407</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 09:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Fieses]]></category>
		<category><![CDATA[Weises]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgemässes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kidnappte einst Schmuddel-Eliane, pseudo-aufklärerische Kummerkastentante des BLICK für Sexualgeschädigte, bemächtigte mich ihres Lebens, ihres Jobs, ihrer Briefe und beantwortete diese fortan selber &#8230; &#8220;Warum nur wollen alle Frauen Geld von mir?&#8221; Rony &#8220;Ich (21) bin ziemlich schüchtern und wohne noch bei den Eltern. Bis letzten Frühling lebte ich auch so, wie sie es gern [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/abfalleimer_neugraben.jpg" alt="Müll" /></p>
<p>Ich kidnappte einst <em>Schmuddel-Eliane</em>, pseudo-aufklärerische Kummerkastentante des BLICK für Sexualgeschädigte, bemächtigte mich ihres Lebens, ihres Jobs, ihrer Briefe und beantwortete diese fortan selber &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Warum nur wollen alle Frauen Geld von mir?&#8221;</b></i></p>
<p><b>Rony</b></p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/jungfrau1.jpg" alt="Jungfrau" /></p>
<p><i><b>&#8220;Ich (21) bin ziemlich schüchtern und wohne noch bei den Eltern. Bis letzten Frühling lebte ich auch so, wie sie es gern haben. Doch je länger, desto stärker meldet sich bei mir der Wunsch nach einer Beziehung.&#8221;</b></i></p>
<p>Beziehung, Rony?! Da mach dir mal keine Sorgen, du hast doch schon eine, die bestens zu dir passt! Nee, eigentlich sogar zwei! Und wohnst auch schon mit ihnen zusammen! Mehr brauchste nicht, <em>du</em> nicht &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Da sah ich im Militär ein schön bebildertes Kontaktmagazin, angeblich das grösste der Schweiz.&#8221;</b></i></p>
<p>Werden die Armeebroschüren zur Nachwuchsrekrutierung jetzt schon auf Hochglanzpapier gedruckt?!<br />
Ausrüstung auf dem Stand der 1930er-Jahre, dafür mit Prospekten protzen ..??</p>
<p><i><b>&#8220;Ich Naivling glaubte gleich ans grosse Glück und schrieb eine schöne Frau an.<br />
Keine Antwort! Obwohl ich ein frankiertes Couvert beigelegt hatte. &#8220;</b></i></p>
<p>Die &#8220;schöne Frau&#8221; wollte ja auch nix weiter als deine Bewerbungsunterlagen &#8230;<br />
Was soll sie da mit einem parfümierten Liebesbrief mit vorgedruckten Schmachtzeilen und frankiertem Antwortcouvert anfangen ..?!</p>
<p><i><b>&#8220;Ich schrieb ihr noch einmal, diesmal mit Foto – wieder kam nichts zurück. Nicht einmal das Foto.&#8221;</b></i></p>
<p>Diesmal könnte es am Foto gelegen haben &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Als nächstes kaufte ich mir das Magazin selber und ging mit frischem Mut erneut ans Werk. Diesmal bewarb ich mich gleich bei zwei Frauen. Und bekam tatsächlich Post von der einen. Es war aber kein Brief, sondern die Fotokopie einer Art Preisliste.&#8221;</b></i></p>
<p>Das sind die verschiedenen Lohnklassen des Bundes &#8230;<br />
Gut so, sie sind offensichtlich nicht uninteressiert!<br />
Und da du selber von &#8220;bewerben&#8221; sprichst, scheinst du langsam durchzublicken &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Auf meinen zweiten Brief an diese Adresse kam gar nichts mehr. Fazit: Ausser Spesen nichts gewesen! Schickst du Geld, kommt nicht mal ein «Danke».&#8221;</b></i></p>
<p>Du sollst denen ja auch kein Geld schicken, sondern die <em>dir</em> welches, irgendwann ..!</p>
<p><i><b>&#8220;Schickst du keins, kannst du es sowieso vergessen!&#8221;</b></i></p>
<p>Ächz &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Weisst du, was es mit diesen Anzeigen auf sich hat? Was diese Frauen wollen? Sie suchen ja etwas, sonst würden sie nicht mit Fotos von sich inserieren!&#8221;</b></i></p>
<p>Ein für allemal, du Dödel!! Ordentliche Bewerbungsunterlagen wollen die, damit sie ihren Job machen können!! Nix weiter!<br />
Und werden stattdessen von notgeilen Schlaffis wie dir, die nur an das eine denken, obwohl sie mangels Wissen gar nicht wissen, woran sie denken, sexuell belästigt! Nicht mal vor Bestechung macht ihr halt &#8230;<br />
Was sollen die Personalfräuleins des VBS nur von dir denken ..?!</p>
<p><i><b>&#8220;Ich musste mich jedesmal zu einem Kontaktversuch überwinden, denn ich habe Angst, dass meine Eltern die Post öffnen.&#8221;</b></i></p>
<p>Wieso?!<br />
So &#8216;ne sichere Stelle beim Bund muss doch für dich das höchste aller Karriereziele sein, und das sehen deine Alten sicher genauso &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Da ist die Enttäuschung doppelt gross, wenn die Frauen nur Geld wollen und erst noch für nichts!&#8221;</b></i></p>
<p>Du kapierst es wohl nie &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Wie kann ich Erfahrungen sammeln, ohne zu bezahlen?&#8221;</b></i></p>
<p>Moment mal, falls du Erfahrungen <i>jener</i> Art meinst: Gar nicht.</p>
<p><i><b>&#8220;Aber es ist doch so: Ohne Geld läuft heute gar nichts mehr.&#8221;</b></i></p>
<p>Was dich betrifft; so&#8217;n nettes, kleines Schweizer Bürgerrecht verbunden mit der Bereitschaft zur Eheschliessung leistet manchmal ebenfalls gute Dienste &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Und Frauen, die One-Night-Stands lieben, gibt es doch auch nur in diesen Sexheftli und nicht im richtigen Leben.&#8221;</b></i></p>
<p>In deinem jedenfalls nicht. In Parallelwelten, weit, weit entfernt von deiner Galaxis, soll sowas schon vorkommen &#8230;</p>
<p><i><b>&#8220;Ich schreibe dir, damit ich auch mal ein Echo bekomme.&#8221;</b></i></p>
<p>Kleiner Tipp: Ruf &#8216;n paar Mal ordentlich gegen eine Felswand. Dann kriegste dein Echo!! Doppelt und Dreifach!!</p>
<p><i><b>&#8220;Aber es gibt wohl keins. Gut, es wäre ja nicht der erste Reinfall.<br />
RONY&#8221;</b></i></p>
<p>Na, dann wollen wir mal nicht so sein &#8230;<br />
Also, ein für allemal &#8230;<br />
Lieber Rony &#8230;</p>
<p><b>&#8220;Lieber Rony&#8221;</b></p>
<p>Moment, was ist das denn?!<br />
Hat da <em>Tante Eliane</em> etwa bereits vorgelegt ..??</p>
<p><b>&#8220;Mit dem Echo ist es so: Es kommt so zurück, wie du rufst. Und natürlich auch aus jener Richtung. Deshalb bekommst du von einer Prostituierten keinen Liebesbrief und auch nichts gratis!&#8221;</b></p>
<p>Hast dus jetzt kapiert, Ronne ..?!</p>
<p><b>&#8220;Du lebst noch bei den Eltern und bist sexuell unerfahren. Und doch hast du bereits eine Freiermentalität; so scheint es dir normal, dass du für Briefe oder Fotos bezahlen sollst.&#8221;</b></p>
<p>Womit wir bei der Eröffnung deines dir unweigerlich vorbestimmten Schicksals angekommen wären.<br />
Das wars!<br />
Eineinhalb Stunden Arbeit für die Lektüre deines Briefes und dessen schriftliche Beantwortung von gleich zwei Experten kostet dich &#8230; Überweisung auf das nachfolgende Konto &#8230;<br />
Und diesmal bitte keine Fotos oder Briefe schicken. Ich will, äh, <em>wir</em> wollen nur deine Kohle ..!</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 2. Dezember 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
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		<title>Schlag den Raab &#8230; und die Moral gleich mit ..?!  ( Classics )</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 19:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Weises]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgemässes]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Samstagabend-Show auf ProSieben, genial einfaches, einfach geniales Konzept; ein Kandidat gegen Stefan Raab, in bis zu 15 Disziplinen, Bandbreite Fitness, Wissen, Geschicklichkeit, ein Spektakel angesiedelt zwischen Kindergeburtstag und &#8220;Wetten Dass ..?&#8221;. Gewinnt der Kandidat, bekommt er 500´000 Euro, gewinnt der Raab, wandert das Geld in den Jackpot, wird in der darauf folgenden Sendung zusätzlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/01.jpg" alt="Schlag den Raab" />   <img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/sdr8_04_03.jpg" alt="Schlag den Raab" /></p>
<p>Eine Samstagabend-Show auf ProSieben, genial einfaches, einfach geniales Konzept; ein Kandidat gegen Stefan Raab, in bis zu 15 Disziplinen, Bandbreite Fitness, Wissen, Geschicklichkeit, ein Spektakel angesiedelt zwischen Kindergeburtstag und <i>&#8220;Wetten Dass ..?&#8221;</i>.<br />
Gewinnt der Kandidat, bekommt er 500´000 Euro, gewinnt der Raab, wandert das Geld in den Jackpot, wird in der darauf folgenden Sendung zusätzlich ausgeschüttet. Bei Raab, der alten Drecksau, muss man sich über eine insgeheime Rücksichtnahme auf die Kandidaten und damit eine Wettbewerbsverzerrung keine Sorgen machen, der gibt immer alles, hasst es, zu verlieren, der Ehrgeiz ist ihm deutlich in seine blöde Hau-drauf-Visage (der Titel der Sendung ist hier Programm &#8230;) geschrieben! Ja, es kann sogar davon ausgegangen werden, dass es ihm eine sadistische Freude bereitet, den Kandidaten den Riesengewinn, die Chance ihres Lebens, das Ende aller Sorgen, zu vereiteln ..!</p>
<p>Auch wenn solche Gewinnsummen mittlerweile nix Aussergewöhnliches mehr darstellen in der deutschen, von allerlei hochdotierten Quizsendungen durchsetzten Fernsehlandschaft (vorbei sind die Zeiten, als in der <i>&#8220;100&#8217;000-Mark-Show&#8221;</i> ein für damalige Verhältnisse geradezu obszön hoher Betrag zu gewinnen war, und die Kandidaten hierfür auch einiges an Ekligkeiten über sich ergehen lassen mussten &#8230;), find ich dieses Konzept reichlich makaber, ohne den Grund hierfür exakt erfassen zu können &#8230;<br />
Da ich keine Probleme mit Quizsendungen bei Jauch und Konsorten habe (ausser, dass es keine vergleichbare Show in der Schweiz für Schweizer gibt &#8230;), machts für mich offensichtlich einen Unterschied, ob man sich Gewinne in dieser Grössenordnung über reine Wissensfragen mit einem Schuss Taktik zu erspielen versucht, oder aber Pleite oder ein Geldsegen der Marke Ausgesorgt-für-alle-Zeiten von ausgesprochenen Banalitäten abhängen &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/schlag-den-raab.jpg" alt="Schlag den Raab" />   <img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/schlag_den_raab_melken.jpg" alt="Stefan Raab" /></p>
<p>Aber kommts denn wirklich nicht auf dasselbe heraus, ob der Gewinn durch eine falsch gewusste bzw. hergeleitete Antwort verspielt wird oder ob dies geschieht, weil man etwa gegen Raab beim Fussball nicht genügend Elfmeter versenkt oder sich weniger Bildchen einprägen kann ..?<br />
Ist denn eine intellektuelle Leistung grundsätzlich höher einzustufen und hat damit einen grösseren Gegenwert verdient als Spass und Krawall ..?<br />
Sind für mich bei Disziplinen wie Kartenspielen oder Käsebrotschmieren die angesprochene Assoziation &#8220;Kindergeburtstag&#8221;, und mit dieser die feste eingebrannten Bilder Reinheit, Unschuld, Unverdorbenheit, einfach zu stark, als dass ich in dem Zusammenhang Summen in sechs-, siebenstelliger Höhe ausgeschüttet sehen könnte ..?<br />
Oder sind Gewinne in der Höhe, verteilt in einer Fernsehshow mit allerlei realitätsfernen Mechanismen (nix mit harter Arbeit, Disziplin, Ausdauer, jedenfalls nicht über eine abendfüllende Länge hinaus &#8230;), aufgrund gesellschaftlicher Konventionen halt doch grundsätzlich verpönt, obszön geradezu, und es wird diese Obszönität beim Quiz einzig durch den Mantel des dort müffelnden Bildungsbürgertums verschleiert ..? Das würde auch zu einem Text passen, gelesen vor einigen Jahren, in dem die Frage aufgeworfen wurde, die berechtigte, weshalb es eigentlich sowohl als schick gilt, mit kulturellem Wissen, über Goethe, Schiller und die üblichen Verdächtigen, anzugeben, als auch mit Unvermögen im Zusammenhang mit der Technik, etwa Computern, bei der man sich mit seiner Inkompetenz schier gegenseitig zu übertrumpfen sucht (<em>&#8220;ich versteh&#8217; ja üüüberhaupt nichts von &#8230;</em>&#8220;) zu kokettieren &#8230;<br />
Oder aber ist es am Ende doch nur der verkappte Neid, weil sich wohl die meisten, so auch ich, bei sportlichen Aufgaben oder Wissensfragen auf dem Niveau eines Vereinsabends grössere Chancen auf einen Sieg ausrechnen, als es etwa bei Jauch, mit den immer schwerer werdenden, zuletzt schier unlösbaren Fragen der Fall wäre, weshalb man beim Raab die grosse Kohle halt noch näher als anderswo, in Griffweite, und dennoch, selber als Sesselpupser diesseits des Bildschirms, unerreichbar vorgeführt bekommt ..?</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/schlag-den-raab1.jpg" alt="Schlag Raab" />  <img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/7237078949.jpg" alt="Stefan Raab" /></p>
<p>Exemplarisch sei der Verlauf einer ehemaligen Sendung genannt;<br />
Nachdem der Kandidat, soweit ich bei verpasstem Anfang mitbekommen habe, um die dreissig, immerhin Ex-Basketballer und (Ex-)Student, nach zwei Dritteln der Disziplinen punktemässig schon beinahe hoffnungslos zurück lag, und ich mich fragte, ob man die Nulpe einem Förderprogramm für Spastiker entliehen oder ihm vor der Sendung eine Valium verabreicht hatte, gelang es ihm doch noch, Boden gut zu machen. Gleichwohl hatte Raab mit jeder weiteren Disziplin die Möglichkeit, das ganze Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden, also laufend Matchbälle.<br />
Eine Partie Poolbillard stand an, System <i>8 Ball</i>, es gewinnt, wer zuerst alle &#8220;vollen&#8221; oder &#8220;halben&#8221; Kugeln versenkt, statt in der Kneipe um die Ecke oder im Hobbykeller des Nachbarn halt für einmal auf der Showbühne. Beide beherrschten das Spiel nicht allzu gut, dennoch hatte Raab seine Kugeln irgendwann alle abgeräumt und es lag die verbleibende Schwarze Millimeter nur von einem Loch entfernt. An der Reihe aber war der Herausforderer, der selber nur noch eine Kugel zu versenken hatte und bei Gelingen seinerseits von der einlochbereiten Schwarzen hätte profitieren können; Das definitive Aus aller Träume oder das Weiterhoffen auf eine Million Euro und den Start in ein neues, besseres Leben, abhängig von einem nicht allzu schwierigen Billardstoss &#8211; ich kann mir nicht helfen, aber für mich zuviel des Guten ..!<br />
Er hats dann auch nicht geschafft und Raab Partie und Spiel gewonnen.<br />
Darauffolgende Sendung, Gewinnausschüttzung eineinhalb Millionen Euro; vielleicht dann ja mit einer Entscheidung durch Fingerhäkeln, oder Teebeutelweitwurf &#8230;</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 19. November 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
<p>Oder, Sendung von neulich, Einsatz: die Rekordsumme von zweieinhalb Millionen Euro; der Kandidat erst lange auf der Verliererstrasse, holt dann auf, Ausgang plötzlich ungewiss, vorletztes Spiel, Affenkette, einhändiges Aneinanderhäkeln von Plastikäffchen, was für ein Einfall!, Raab siegt, Entscheidung vertagt, schliesslich das allerletzte Spiel &#8230; das sich mal wieder als Elfmeterschiessen entpuppt &#8211; und als riesengrosses Glück für den Kandidaten, denn dieser ist &#8230; ehemaliger Fussballspieler!!; er behält die Nerven, lässt Raab nicht den Hauch einer Chance.<br />
Zweieinhalb Millionen Euro, ZWEIEINHALB MILLIONEN Euro, für ein paar Bälle und ein wenig Glück. Das Glück, dass es überhaupt zu den Bällen kam. Beim Lotto brauchts bedeutend mehr Glück, für weniger Kohle &#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Juveniler Grusel &#8230; ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=377</link>
		<comments>http://staerkstes-blog.ch/?p=377#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 08:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Intimes]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgisches]]></category>

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		<description><![CDATA[. . . Ich habe sie gehasst! Mir ist jeden Sonntag schlecht geworden und die Steine fand ich voll unheimlich. Ich habe die Sendung nur geschaut, weil ich dachte, meine Schwester wolle sie sehen. Sie hat mir vor ein paar Jahren gesagt, dass es ihr genauso ging! Alles leiden umsonst! Eine Userin der Fernsehnostalgieseite wunschliste.de [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.<br />
.</FONT><br />
<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Ich habe sie gehasst! Mir ist jeden Sonntag schlecht geworden und die Steine fand ich voll unheimlich. Ich habe die Sendung nur geschaut, weil ich dachte, meine Schwester wolle sie sehen. Sie hat mir vor ein paar Jahren gesagt, dass es ihr genauso ging! Alles leiden umsonst!</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Eine Userin der Fernsehnostalgieseite <a href="http://www.wunschliste.de/links.pl?s=544"><em><FONT COLOR="#00008b">wunschliste.de</FONT></em></a> über ihre Erinnerungen an die legendär-berüchtigte Kindersendung <em><b>Puppenspiel der Kleinen Bühne</b></em> aus den 1980ern (später auch unter dem Titel <em>&#8220;Märchen der Welt&#8221;</em> ausgestrahlt) sowie ein fatales geschwisterliches Missverständnis &#8230;<br />
Tja, dumm gelaufen, Dummerchen ..! </p>
<p>Es handelt sich hierbei um eine jener Sendungen mit, zahlreicher im Internet veröffentlichter Meinungen zufolge, dem zweifelhaften Ruhm, für das Trauma einer ganzen Kindergeneration verantwortlich zu sein. Voraussetzung hierfür; ein Vorbeiproduzieren am kindlichen Zielpublikum, eine erstmalige Ausstrahlung in den 1970er- oder 1980er-Jahren, als wir alle mangels Alternativen mehr oder weniger dasselbe guckten, und zugleich eine letztmalige Ausstrahlung in jener Zeit (ohne bisherige DVD-Veröffentlichung), mit der Folge, dass die Traumatisierten das Erlebnis seit damals nicht wiederholen und ihren Knacks nicht mit Erwachsenenaugen und -seelen verarbeiten konnten &#8230;</p>
<p>Ein anderer User der Seite bringt die brisanten Aspekte der Sendung schnörkellos auf den Punkt:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Schaurige Musik im Abspann, Steine mit Gesichtern im Wasser&#8230; gruselig geschnitze Puppen&#8230; harte Storys</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/steine-im-wasser.jpg" alt="Puppenspiel kleinen Bühne" /></p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Ich dachte immer da liegen tote Tiere im Wasser<br />
Die weisse Maske ganz vorne links fand ich immer am unheimlichsten</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Auch ich hab die Sendung damals gesehen, sie für unterhaltsam und auf wohlige Weise unheimlich befunden, kurzum: ich habe sie geliebt ..!<br />
Es wurden überwiegend hierzulande unbekannte, wohl orientalische Märchen mit teilweise grausamen Inhalten gespielt, und die Holzfiguren hatten oftmals wirklich unheimliche Gesichtszüge, was durch ihre für leblose Materie naturgegebene Starrheit sowie die Stimmen der erwachsenen Sprecher noch verstärkt wurde.<br />
Im Vor- und Abspann waren Steine unter Wasser zu sehen, von denen einige Gesichter hatten, dazu wurde eine zur Grundstimmung der Sendung passende Melodie voller dezenter Melancholie gespielt, die sicher das ihrige zum heutigen Ruf der Sendung beigetragen hat &#8230;</p>
<p><a href="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/puppenspiel_original.mp3">Puppenspiel Melodie Original</a><br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.</FONT></p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/04.jpg" alt="Märchen der Welt" /></p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/03.jpg" alt="Puppenspiel der Kleinen Bühne" /></p>
<p>Zurück zu den Erinnerungen anderer;<br />
Die Sendung konnte durchaus schon in jungen Jahren zu einem suchtähnlichen, selbstzerstörerischen Verhalten führen:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>So lief das bei uns zu Hause. Mutter:&#8221;Willst du Märchen der Welt wirklich sehen? Du weinst bestimmt wieder&#8221; Ralph:&#8221;Nein, heut net&#8221; Und ich habe wieder geweint &#8211; und das nächste Mal wieder zugesehen.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Der Grad der Beeinflussung mancher nahm gar bedenkliche, ins Pathologische gehende Ausmasse an:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Ich bin immer voll abgegangen, johlte die Titelmelodie nach (hörte sich vermutlich grauenhaft an), und meine Eltern berichten heute noch amüsiert, dass ich die Puppen oft imitierte und genauso wie sie mit der seltsamen Haltung der Hände herumtrappste.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Einige entwickelten nicht ungeschickte Taktiken zum Selbstschutz:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>ich hab mich hinterm Sessel versteckt und vorsichtig immer mit einem Auge über die Kante gelünkert, ob es denn schon endlich vorbei ist&#8230; einfach traumatisch!!</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Bezüglich der erzieherischen Eignung der erzählten Märchen herrscht weitgehend Einigkeit:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Pädagogisch gesehen waren die Märchen ein Griff ins Klo</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Viele können sich an konkrete, nicht wirklich der leichten Unterhaltung dienende Geschichten erinnern:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>ein Wassergeist der die Seelen von Ertrunkenen zu sich nimmt und in kleinen Muscheltöpfchen einsperrt und sammelt&#8230;gruselig gruselig&#8230;</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>oder</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Ein fieser Zwerg ließ in einem Tal die Berge zusammenschieben und die bösen Königssöhne zerquetschen.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>oder</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>das Elend, das einem auf den Rücken springt</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>und</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>die Folge mit dem Mond, der von den Schlammgeistern gefangen genommen wurde.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>sowie</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>ein junger Mann, der auf der Suche nach einer bestimmten Büchse ist, welche ein Geheimnis enthält. Die Büchse findet er schließlich auch, wird aber von einer schönen jungen Frau eindringlich gebeten, sie nicht zu öffnen. Als er es schließlich doch tut, ist er plötzlich steinalt und stirbt, glaube ich, sogar &#8211; wieder eines dieser katastrophalen Enden.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Immerhin bietet schon die Existenz jener Nostalgieseite mit der Möglichkeit des Austausches jugendlicher Horrorerlebnisse für manche einen ersten Schritt zur Verarbeitung:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>JAAAAAAAAAAAAAAAAA! Seit Jahren frage ich Leute ob sie die Serie kennen &#8211; niemand wusste wovon ich rede! Es gibt die Steine im Wasser doch!!!!!!!!!! Ich bin nicht verrückt</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Einen willkommenen Kontrapunkt zur Phalanx der angeknacksten Jammerer liefert der User <b>Manfred Holzmann</b>, der sich mit seiner Aussage trotz seines Namens nicht wirklich als Holzkopf entpuppt:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Was an dieser wunderschönen Puppenspiel-Serie gruselig sein soll, ist mir ein Rätsel. Geniale Reduktion auf das wesentliche, keine dauerquasselten Figuren, höchste Originaltreue, eine sehr ruhige, fast meditative Grundstimmung, die nebenbei der Aufmerksamkeit dient zeichnen diese Sendungen aus.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Inmitten dieses Irrenhauses der Traumatisierten meldet sich schliesslich sogar eine Frau zu Wort, die an der Produktion, offensichtlich eine reine Familienangelegenheit, beteiligt gewesen sein will, und leistet Abbitte:</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Die Puppen haben mein Vater und meine Mutter geschnitzt. Die Musik hat mein Bruder komponiert. Ich persoenlich habe mehrere Prinzessinnen gesprochen und sehr viele Puppen gefuehrt. Die Steine im Anspann waren Kieselsteine und stammen von einer wunderschoenen griechischen Insel. Wir danken Ihnen allen, dass Sie sich an die Maerchen erinnern und fuer die lieben Worte. Tut uns leid, dass einige von Ihnen die Steingesichter .. gruselig fanden&#8230; ich fand sie so dezent und friedlich&#8230; und die Maerchen einfach toll!</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT><br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.</FONT><br />
Fazit: Hätt&#8217; ich gern komplett auf DVD ..!!</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 5. November 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
<p>Zwischenmeldung; &#8230; und ich warte noch immer auf eine DVD-Veröffentlichung &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Also sprach der Oberflächliche &#8230; ( Classics )</title>
		<link>http://staerkstes-blog.ch/?p=338</link>
		<comments>http://staerkstes-blog.ch/?p=338#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 12:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Fieses]]></category>
		<category><![CDATA[Weises]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgemässes]]></category>

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		<description><![CDATA[. . . . weil ich halt darüber schreibe, wie Leute aussehen. Doch diese Tradition, zu beobachten, wie Leute sich präsentieren und daraus Rückschlüsse auf deren Innenleben zu ziehen, die ist ja nicht die schlechteste. Die französische und angelsächsische Gesellschaftsprosa lebt davon, aber im deutschen Kulturraum ist die Gesellschaftsprosa mit Thomas Mann abgetreten. Einerseits ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.<br />
.<br />
.</FONT><br />
<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>weil ich halt darüber schreibe, wie Leute aussehen. Doch diese Tradition, zu beobachten, wie Leute sich präsentieren und daraus Rückschlüsse auf deren Innenleben zu ziehen, die ist ja nicht die schlechteste. Die französische und angelsächsische Gesellschaftsprosa lebt davon, aber im deutschen Kulturraum ist die Gesellschaftsprosa mit Thomas Mann abgetreten. Einerseits ist sie natürlich unterhaltsam, andererseits kann man mit ihr auch zu tieferen Einsichten über den Menschen und seine Antriebe vordringen.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Der Schriftsteller und Journalist <strong>Philipp Tingler</strong>, begabt, <a href="http://staerkstes-blog.ch/?p=321"><em><FONT COLOR="#00008b">schwul</FONT></em></a> und nicht unumstritten, sich für den Vorwurf der Oberflächlichkeit rechtfertigend; </p>
<p>Eine wahre, kluge Sicht der Dinge oder die halbseidene Rechtfertigung für das als Literatur verkaufte Geplapper eines ausgeprägten Hedonisten ..?!<br />
Auf jeden Fall ein weiterer Schritt auf meinem Weg des Selbstverständnisses als Literat, denn (Äusserlichkeiten) beobachten und beschreiben kann ich ja, weiss Gott &#8230; und wenn ich mich damit sogar auf Thomas Mann sowie die <em>&#8220;französische und angelsächsische Gesellschaftsprosa&#8221;</em> (die mir beide zurzeit nicht geläufig genug sind, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen) stützen kann, umso besser &#8230; </p>
<p>Dies hier ist übrigens der Zitierte, angesichts seiner Körperfülle wohl bei gleich zweien seiner Lieblingsbeschäftigungen &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/phillybday2.jpg" alt="Tingler" /><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/tingler.jpg" alt="Philipp Tingler" /></p>
<p>Sieht aus wie die Mischung aus einer Bulldogge und einem feisten Hetero, mit beidseitig abstehenden Kaffeetassen-Henkeln &#8230;</p>
<p>Und inwieweit lässt sich jetzt aus dieser Erkenntnis auf Tinglers Innenleben schliessen ..?!<br />
Obsession für Wurstpellen angesichts entsprechend angelegter T-Shirts ..? Bewusst falsche Ernährung, um körperlich einer gewissen ausufernd-schwammigen Teddybären-Gemütlichkeit zu genügen ..? Unbewusst falsche Ernährung(sberatung) als Symbol für eine ausgeprägte Leichtgläubigkeit ..? Ein ins Quadratische gezüchteter Körper als Resultat einer besonderen Ausgeglichenheit ..? Zum Zugreifen einladende Henkel an beiden Seiten der Birne entsprechend einer eindeutig passiven Haltung in gewissen Lebenslagen, die da lautet, genommen werden, anstatt nehmen zu wollen ..? Geschmacklosigkeit im Ganzen als klare Aussage des Stilpapstes wider die Relevanz des eigenen Stils bzw. für dessen bedingungslose Einstufung über allen anderen ..? </p>
<p>Abschliessend ein netter, nicht unzutreffender Vergleich des Geschmähten &#8230;</p>
<p><FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>Die Fernsehmoderatorin Nina Ruge wiederum hat inzwischen ein Gesicht wie von Picasso gezeichnet</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT><br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.</FONT><br />
<img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/nina_rugekl.jpg" alt="Leute heute" /><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/picasso.jpg" alt="Picasso" /></p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 15. November 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
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		<title>Mens sana ..?! ( Classics )</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 15:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtetes]]></category>
		<category><![CDATA[Classics]]></category>
		<category><![CDATA[Weises]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgemässes]]></category>

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		<description><![CDATA[. . . 1. Mahnung . Seehr geehrtes Mitglied . Sicherlich ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, die nachstehend aufgeführten Beitragsraten bei Fälligkeit zu entrichten. . Wir möchten Sie daher um umgehenden Zalungsausgleich der überfälligen Baiträge bitten. Auszug eines an mich gerichteten Mahnschreibens meines Fitnessstudios &#8230; Wirklich aufmerksam, dass man als unpünktlich zahlendes Mitglied dennoch nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><FONT COLOR="#F0FFFF">.<br />
.<br />
.</FONT><br />
<FONT COLOR="#000000"><strong><font size=2><br />
<blockquote>1. Mahnung<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT><br />
Seehr geehrtes Mitglied<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT><br />
Sicherlich ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, die nachstehend aufgeführten Beitragsraten bei Fälligkeit zu entrichten.<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT><br />
Wir möchten Sie daher um umgehenden Zalungsausgleich der überfälligen Baiträge bitten.</p></blockquote>
<p></font></strong></FONT></p>
<p>Auszug eines an mich gerichteten Mahnschreibens meines <strong>Fitnessstudios</strong> &#8230;</p>
<p><img src="http://staerkstes-blog.ch/wp-content/bodybuilding.jpg" alt="Bodybuilding Fitness" /></p>
<p>Wirklich aufmerksam, dass man als unpünktlich zahlendes Mitglied dennoch nicht nur &#8220;sehr&#8221;, sondern gar &#8220;seehr&#8221; geehrt wird &#8230;</p>
<p>Wir hatten für die Bezahlung eines Jahresbeitrages zwei Raten vorgesehen, wobei ich die konkrete Festsetzung der Fälligkeitstermine dem Studiomenschen überliess, davon ausgehend, dass die erste demnächst, die zweite nach einigen Monaten bzw. ungefähr der Hälfte der Vertragslaufzeit, wies eigentlich üblich wäre, zu bezahlen ist. Stattdessen hat der Geschäftsführer, der zugleich den Hobby-Buchhalter gibt, die Fälligkeit der ersten Rate sofort und die der zweiten nur einen Monat danach angesetzt.<br />
Da hiess es für mich schon mal aus Prinzip, nicht mit mir!, und ich liess sie ihre verbesserungswürdigen Mahnungen verschicken &#8230;</p>
<p>Preiswert ist der <a href="http://www.swiss-training.com/index.php?mod=-19"><em><FONT COLOR="#00008b">Schuppen</FONT></em></a> ja, das muss man ihm lassen. Von denen, die den Ausdruck &#8220;Fitnessstudio&#8221; auch verdienen, mit Abstand der Günstigste, welcher mir bislang untergekommen ist.<br />
Ich war zuvor mal in einer Absteige, die ähnlich billig und bei mir gleich um die Ecke gelegen ist, als Anhängsel eines Hallenbades. Ein Raum, kaum grösser als meine schon nicht grosse Wohnung, ein paar uralte Maschinen, die ich mir auch selber hätte zusammen basteln können, ein einziges Hantelpaar, bei dem man natürlich, immerzu schraubend, die Gewichtsscheiben ständig auswechseln musste, und eine völlige Ratschlägeresistenz der Mitarbeiter, wobei sich bei einem Teil davon zugleich Inkompetenz und Kundenunfreundlichkeit ein heftiges Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten &#8230; Nach ein paar Wochen war ich weg. Immerhin beeinflusste der Grad der dort geltenden Professionalität auch die Strenge der Kündigungsvorschriften &#8230;</p>
<p>Ich hab halt so meine Mühe damit, wenn Leute nicht einsehen können oder wollen, dass auch nur kleine Änderungsmöglichkeiten, auf die man sie noch freundlich hinweist, ein grosses Wirkungspotential in sich bergen &#8230;<br />
Das gilt auch für mein aktuelles Studio, welches zwar viele Maschinen, leider aber keinerlei freien Gewichte, also Lang- oder Kurzhanteln, enthält, wodurch man beim Training etwas eingeschränkt ist. Gibt man den Mitarbeitern, die sich auch nicht gerade durch eine übermässig hohe Kompetenz auszeichnen, dann mal einen Tipp, wie, etwa mit welchem Zubehör, man gewisse Geräte noch umfassender und wirkungsvoller nutzen könnte, läuft der Dialog in etwa folgendermassen ab;</p>
<p><em>- &#8220;Du, die Maschine, die ihr da habt, die ist schon ganz brauchbar, wäre aber nicht schlecht, wenns wenigstens noch &#8230;&#8221;<br />
- &#8220;So! So! Hmm &#8230; Ja, ja, wirklich &#8230;&#8221;<br />
- &#8220;Genau.&#8221;<br />
- &#8220;Aber hast du gesehen, dass wir auch diese Maschine dort haben ..?&#8221;<br />
- &#8220;Ähm, ja, nur, wie soll ich sagen?, ist halt fast das Gleiche und etwas Abwechslung &#8230;&#8221;<br />
- &#8220;Oder versuche doch mal das da, das ist &#8230;&#8221;<br />
- &#8220;Äh, das ist aber nicht derselbe Muskel &#8230;&#8221;<br />
- &#8220;Wirklich nicht?! Ich dachte &#8230; öh, ich werde das mit dem Chef abklären &#8230;&#8221;<br />
</em><br />
&#8230; und alles bleibt beim Alten &#8230;</p>
<p>Mag ja sein, dass ich &#8211; mal wieder &#8211; der Einzige bin, der überhaupt mit Verbesserungsvorschlägen daher kommt, aber geht nicht aller Impuls für Veränderungen, Fortschritt, Entwicklung von uns &#8220;Unvernünftigen&#8221; aus ..?!</p>
<p><strong><em>(Originaleintrag vom 14. November 2006)</em></strong>;<br />
<FONT COLOR="#F0FFFF">.</FONT></p>
<p>Aus aktuellem Anlass; soeben, trotz allem, Abo verlängert.</p>
<p>Und für die Unwissenden; der Beitragstitel bezieht sich auf den gerne zitierten Lateiner-Satz <em>&#8220;Mens sana in corpore sano&#8221;</em>, das vom römischen Dichter <em>Juvenal</em> benannte Ideal des Menschen, bei dem ein <em>&#8220;gesunder Geist in einem gesunden Körper&#8221;</em> steckt.<br />
Oder eben stecken sollte &#8230;</p>
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