Jul
16


Damals, in den 1980ern, als die Zahl der TV-Sender überschaubar war und alle mangels Alternativen dasselbe guckten, gehörten natürlich auch die alle Jahre wiederkehrenden Weihnachtsserien im ZDF zum Pflichtprogramm. Trotz starker Konkurrenz etwa in Form des inmitten von Pferdedieben und -krähen schier unglaubliche Abenteuer bestehenden Bengels “Silas” oder des zwischen alle Geheimdienstfronten geratenden “Patrik Pacard” war stets “Anna”, die Geschichte von der Ballerina, die sich nach einem Unfall aus dem Rollstuhl zur grossen Nachwuchshoffnung hochtanzt, meine Favoritin.
Natürlich wegen ihr, Anna, alias Silvia Seidel. Eine meiner ersten Lieben. Geprägt von Einseitigkeit …
Wegweisend, wegweisend …
Schnauze ..!
Überhaupt nicht wegweisend ..!
Nun die Serie wieder einmal gesehen.
Hält sie, sie, was sie seinerzeit versprach ..?
Jawohl, tut sie ..!
Doch es gilt nach wie vor; naturbelassen pfui, aufgebrezelt hui …
Und es ist mir wieder eingefallen, dass sie am gleichen Tag geboren ist wie ich, nur vier Jahre früher …
Das bringt sie dir auch nicht näher …
Doch die eigentlichen, heimlichen, Stars der Serie sind für mich heute andere; “Die Kralowa” und “Die D’Arbanville”, Annas in die Jahre gekommene, fordernd-fördernde und wunderbar distinguierte Ballett-(Zucht)-Meisterinnen und Mentorinnen …

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